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Atoll
Tauchziel
Ortsart
| Südafrika |
Umkomaas
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Umkomaas
Umkomaas
Umkomaas ist ein 2000-Einwohner-Ort, 45 Kilometer südlich von Durban an der Mündung des Mhkomanzi-Flusses gelegen, der auch die »Schuld« am Ortsnamen Umkomaas trägt. Das Zulu-Wort bedeutet so viel wie »Ort der Walkühe«, und schon Zulu-Häuptling Shaka soll hier den Meeressäugern beim Kalben zugesehen haben. 1861 wurde der Versuch unternommen, an der Flussmündung einen Hafen zu gründen, was aber wegen der Sandbänke und starken Strömungen scheiterte. Zur Gründung des Ortes kam es daher erst im Jahr 1902.
Tauchen
Umkomaas' Anziehungskraft auf Unterwasser-Sportler kommt nicht von ungefähr. Etwa fünf Kilometer vor der Küste befindet sich der Riffkomplex Aliwal Shoal, benannt nach dem Untergang des Dreimasters Aliwal im Jahr 1849. Rund um diese in Nord-Süd-Richtung langgezogene Untiefe verteilen sich alle Tauchplätze der örtlichen Basen. Der berühmteste, mittlerweile zu Weltruhm gelangte sind wohl die Reggae's Caves. Mit Reggae bezeichnen südafrikanische Taucher den Sandtiger, und diese Haie treiben sich in den Wintermonaten (dann, wenn in Europa Sommer ist) in rauen Mengen um das Aliwal Shoal herum. Zwischen 15 und 20 Sandtigern zu tauchen, ist hier keine Seltenheit. Die Haie sind Taucher mittlerweile gewöhnt, denn sie lassen sich kaum aus der Ruhe bringen - entweder sie ziehen gelassen ihre Bahnen oder sie ruhen in ihren Höhlen und Überhängen.

Natürlich sind die grimmig blickenden Sandtiger nicht die einzige Attraktion von Aliwal Shoal. Muränen und Mantas, riesige Stachelrochen, Kartoffelbarsche und Kaiserfische, Korallenwächter, Lippfische und viele weitere tropische Rifffische leben, fressen und lieben in den Gewässern rund um die legendäre Untiefe. Gewässer, deren Temperaturen kaum unter 20 Grad sinken - ein wohltuendes Wärmegefühl, insbesondere, wenn man mit durchfrorenen Knochen aus der Region um Kapstadt anreist. Wer Glück hat, kann übrigens auch Walhaie, Tiger- oder Bullenhaie, Delfine, Buckelwale oder Südkaper in sein Logbuch eintragen, denn auch ihr Weg führt immer wieder hier vorbei.

An der Aliwal Shoal Untiefe hat sich auch das Schicksal mehrerer Schiffe erfüllt, die hier aufs Riff liefen oder im Sturm sanken. Im Programm der Tauchbasen sind in erster Linie die Produce und die nahgelegene Nebo, die beide im Norden des Riffkomplexes in gut betauchbaren Tiefen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Und die eine ansehnliche Abwechslung zu den Hauptdarstellern der Szene darstellen - den Sandtigern. Manchmal allerdings kommt es vor, dass selbst diesen Stars der Rang abgelaufen wird. Von Gitarrenrochen beispielsweise, die hierzulande ebenfalls eine stattliche Länge erreichen.
Schnorcheln
langgezogene Sandstrände und teils extreme Brandung - kein Schnorcheln möglich
Unterkunft
Ein Tipp mitten in Umkomaas ist das Lala Manzi-Gasthaus. Die Vorteile dieser Pension: die Lage direkt gegenüber der Tauchbasis Aliwal Dive Charters, mit der sie eng zusammen arbeitet, Möglichkeiten zum Spülen und Unterbringen des Tauchequipments, Pool, gemütlich-rustikale Zimmer mit Bad/WC, eine echt »afrikanische« Atmosphäre und günstige Preise - schon für 95 Rand (rund 13 Euro) ist hier eine Nacht zu haben. Außerdem vermittelt die Basis Aliwal Dive Charters Unterkünfte.
Verpflegung
Direkt neben der Basis Aliwal Dive Charters liegt ein Rstaurant und tauchertreff: Riesen-Steaks, Burger, Meeresfrüchte, Bier oder Cocktails für unter fünf Euro
Aktivitäten
Als Freizeit-Alternativen zum Tauchen bieten sich ein 18-Loch-Golfplatz, Fischen und der Besuch nahgelegener Nationalparks an.
Preise
1 Bootstauchgang mit eigener Ausrüstung 140 Rand/ 16 Euro (Flasche inklusive), mit voller Leihausrüstung plus 100 Rand/ 12 Euro
Anreise
Die nahgelegene Stadt Durban, zweitgrößte Stadt Südafrikas, verfügt über einen internationalen Flughafen. Mit Umsteigen in Johannesburg wird er von Frankfurt/Main aus beispielsweise von South African Airways angeflogen. Die Straße N2 führt oberhalb an Umkomaas vorbei. Einfach die Abfahrt »Umkomaas« nehmen, Richtung Ortszentrum, rechts in die Robinson Street, links in die Harvey Street und wieder rechts in die Reynolds Street - nach wenigen Metern stehen Sie zwischen Tauchbasis und Restaurant linkerhand sowie Lala Manzi-Gasthaus rechterhand. Reguläre Busverbindungen bedienen die gesamte N2, die Kapstadt mit Durban verbindet. Das Lala Manzi-Gasthaus (siehe unten) bietet einen Shuttle Service vom Flughafen Durban.
Klima
subtropisch
Kleidung
sommerliche Kleidung plus Sweatshirt und Regenjacke
Beste Reisezeit
Oktober bis März, für Sandtiger Mai bis September
Tauchgepäck
Leihequipment bekommt man vor Ort. INT-Adapter mitnehmen. Anzug mindestens fünf Millimeter. Computer nitnehmen, es gibt nur selten Leihcomputer vor Ort.
Nächste Druckkammer
Durban (ca. 50 km)
Medizinische Versorgung
Arzt vor Ort, aufwändigere Behandlungen im 50 Kilometer entfernten Durban.
Geld
nur kleine Banken vor Ort, sicherheitshalber Bargeld mitnehmen
 
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