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Destination
Atoll
Tauchziel
Ortsart
| Südafrika |
Rocktail Bay
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Rocktail Bay
Rocktail Bay
Die Rocktail Bay liegt inmitten eines großflächigen Naturschutzgebietes südlich der Grenze zu Mozambique in einer Region namens Maputaland. Direkt hinter dem langgezogenen Sandstrand, beginnt die Buschlandschaft. Weit und breit gibt es nur einige Verwaltungsbaracken der Naturpark-Verwaltung, die Anlagen der Tauchbasis und die Unterkünfte der Rocktail Bay Lodge. Die Wassertemperatur liegt im südafrikanischen Winter bei 20 bis 22 Grad (zehn bis 20 Meter Sicht). Im Sommer klettert sie auf 25 bis 28 Grad (15 bis 35 Meter Sicht).
Tauchen
Erst seit April 2001 ist hier das Tauchen erlaubt, und dementsprechend präsentieren sich die Riffe. Farbenfroh sind sie ohnehin, schließlich ist man hier schon in tropischen Gefilden und das Wasser mit über 20 Grad weitaus angenehmer als die frostigen Verhältnisse in der Kapregion. Vor allem aber sind sie unberührt, was man unter anderem am Verhalten der zahllosen Fische erkennen kann: Im Vergleich zu vielen anderen Tauchzielen sind sie relativ scheu, denn sie sind die unförmigen Besucher noch keinesfalls gewöhnt. Und selbst die kapitalen Kartoffel-Zackenbarsche halten hier noch etwas auf Abstand? Auch die unechten Karrett- und Leder-Schildkröten sind hier vor allzu aufdringlichen Menschen sicher. Von Oktober bis März legen sie ihre Eier am Sandstrand ab, und wenig später bewegen sich die Jungtiere in einem großen Exodus unbeholfen Richtung Wasser. Ein Schauspiel, dass der deutschstämmige Biologe Rainer von Brandis aus Namibia seit drei Jahren penibel und unter dem Einsatz von Satelliten-Transpondern untersucht - Forschungen, in die er auch die Gäste der Rocktail Bay Lodge einbezieht. Taucher haben von Dezember bis Februar die Chance, Walhaie zu sichten. Von Ende November bis März sind Sandtiger regelmäßige Gäste in der langgezogenen Bucht - in dieser Zeit klettert die Wassertemperatur bis auf 27 Grad Celsius, und mit dem warmen Wasser lassen sich auch Bullenhaie, Hammerhaie, Tigerhaie, Silberspitzen-Haie und Gitarrenrochen blicken. Doch auch wenn einem keiner der großen Brocken vor die Nase schwimmt: Die unberührten Riffe sind die Reise allemal wert.
Schnorcheln
langgezogene Sandstrände mit teils starker Brandung ? kein Schnorcheln
Unterkunft
Seit acht Jahren gibt es die Rocktail Bay Lodge des Safari-Veranstalters Wilderness Safaris - eine kleine, aber feine Anlage mit maximal 24 Gästen, deren Holzbauten Schlichtheit mit Luxus vereinen. Die Lodge besteht aus den elf einzeln stehenden, auf Stelzen erbauten Chalets, einer Rezeption mit Souvenirshop und benachbartem kleinen Pool, einer Lounge sowie dem offenen Bereich für die Mahlzeiten, die am Abend gemeinsam eingenommen werden. Nicht zu vergessen die Feuerstelle, um die sich abends die Gäste versammeln. Die Lodge liegt hinter den Dünen des Strandes mitten im Busch und bietet neben ihren Gästen auch Affen und exotischen Vögeln eine Heimat. Über einen etwa 100 Meter langen Weg aus Holzplanken, der über eine bewachsene Düne führt, erreicht man den 40 Kilometer langen, einsamen Strand der Rocktail Bay. Das Gefühl der Abgeschiedenheit und Exklusivität ist hier garantiert: In dem ehemaligen Fischercamp gibt es bis heute kein Fernsehen, kein Telefon, kein Handynetz. Der Kontakt zur Außenwelt funktioniert ausschließlich über Funk und E-Mail.
Verpflegung
vor Ort gibt es nur die Rocktail Bay Lodge mit ihren maximal 24 Gästen. Zur Vollpension gibt es also keine Alternative. Bei dem hervorragenden, fleisch- und fischbetonten Essen, das stets gemeinsam und an der frischen Luft eingenommen wird, braucht man die aber auch nicht.
Preise
1 Bootstauchgang mit eigener Ausrüstung 250 Rand (ca. 29 Euro), inklusive Flasche und Blei, zweiter TG 200 Rand; Miete für volle Ausrüstung 120 Rand (ca. 14 Euro)
Anreise
Die Anreise per Auto ist lang und beschwerlich. Von Durban aus fährt man auf der N 2 bis kurz vor Swaziland und biegt dann nach rechts Richtung Jozini ab. Beim Aufstieg in die Lebombo-Berge passiert man einen riesigen Stausee. Nach einigen Kilometer geht es erneut rechts ab (ein winziges Schild trägt die Aufschrift »Rocktail Bay«) und von dort aus über Buckelpisten und Feldwege bis zur Schranke des Naturschutzgebietes. Hier ist für Privatfahrzeuge Endstation. Die letzte halbe Stunde Weg wird mit den Geländefahrzeugen der Rocktail Bay Lodge zurück gelegt. Man kann es allerdings auch einfacher haben: Wilderness Safaris arbeitet mit der kleinen Charter-Fluglinie Sefofane zusammen, die die Gegend mit dem Rest Südafrikas verbindet (Achtung: 12 Kilogramm Gepäck-Obergrenze!).
Klima
subtropisch
Kleidung
im südafrikanischen Sommer (europäischer Winter) Kleidung für heißes Klima. Im Winter mindestens Pu
Beste Reisezeit
Oktober bis März, für Sandtiger Mai bis September
Tauchgepäck
Leihequipment bekommt man vor Ort. INT-Adapter mitnehmen. Anzug mindestens fünf Millimeter. Computer nitnehmen, es gibt nur selten Leihcomputer vor Ort.
Nächste Druckkammer
Durban (ca. 400 km)
Medizinische Versorgung
Grundversorgung bei kleineren Verletzungen/ Krankheiten gesichert; für schwierige Fälle ist Durban (ca. 300 km) die nächste Anlaufstelle. Achtung: Malariagebiet!
Geld
keine Banken vor Ort; Bargeld (Rand) mitnehmen
Sonstiges
Abgeschiedenheit komplett! Kein Fernsehen, kein Telefon, kein Handy-Netz. Das Resort empfängt in regelmäßigen abständen E-mails, Replies sind nicht möglich. Rocktail Bay gehört zu den wenigen Destinationen in Südafrika, für die man eine Malariaprophylaxe zumindest in Erwägung ziehen sollte.
 
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