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| Südafrika |
Port Elizabeth
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Port Elizabeth
Port Elizabeth
Port Elizabeth ist mit seinen rund 650.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt und der drittgrößte Hafen Südafrikas. Außerdem ist »PE« eine bedeutende Industrie- und Handelsmetropole: Automobilbau und Webereien sind bedeutende Produktionszweige. Touristen überzeugt Port Elizabeth unter anderem mit endlos langen Stränden in der Stadt und der Umgebung, Bootsauflügen vom Hafen aus, der Aussichtsplattform des Campanile-Turms, dem historischen Marktplatz, dem Kulturhistorischen Museum im ältesten Gebäude der Stadt von 1827, der Festung Fort Frederik und dem nahegelegenen Addo Elephant Park.
Tauchen
Immer wieder Sandtiger, zuweilen Große Hammerhaie, Tigerhaie und Bullenhaie. Zahlreiche Wracks mit dramatischer Geschichte. Farbenfrohe, zerklüftete Riffe. Und das alles vor der Kulisse einer Großstadt. Wer das Spektakulärere sucht, kommt freilich auch hier nicht an einem der schnellen Boote vorbei. Doch keine Sorge, die Ausfahrt währt nicht lange.

Zum Tauchplatz Bell Buoy beispielsweise sind es nur wenige Minuten, und dann bekommt man zu dem zerfurchten Riff mit seinen Überhängen und schmalen Kanälen Sandtiger-Haie als Zugabe. Die namensgebende Boje dient außerdem einer großen Gruppe Seelöwen als Ruhestätte, die sich dort um den eng begrenzten Platz balgen oder den Tauchern unter Wasser Gesellschaft leisten.

Doch auch wenn das Gute sehr nah liegt - auch vor Port Elizabeth lohnt es sich zuweilen, in die Ferne zu schweifen. Zu den 21 Kilometer vor der Küste gelegenen Riy Bank Reefs zum Beispiel. Felsnadeln, die aus rund 40 Meter Tiefe bis knapp unter die Oberfläche ragen und die einen belebten Treffpunkt für pelagische Raubfische und Haie bilden. Kein Wunder also, dass Port Elizabeth, von Einheimischen kurz »PE« genannt, eine wahre Tauchermetropole ist - die Zahl der brevetierten Taucher ist hier in den vergangenen Jahren immens angestiegen.

Haie sind hier schon fast eine Selbstverständlichkeit: Sandtiger gehören zum täglich Brot. Gesichtet wurden aber auch schon Große Hammerhaie, Tigerhaie und auch Bullenhaie, die in Südafrika als Zambezi-Haie bekannt sind.

Ein weiterer Pluspunkt von Port Elizabeth sind seine Wracks, von denen einige sehr alt und von historischem Interesse sind. Viele dieser Schiffe liefen auf die Riffe in der Bucht und auf die Seeseite des Cape Recife. Manche allerdings lagen vor Anker, als sie zerstört wurden - so wie die 18 Schiffe, die am 2. September 1902 im Hafen von Port Elizabeth von einem Sturm auf den Grund geschickt wurden. Nicht mitgezählt die vielen kleineren Boote, die ebenfalls sanken - die Katstrophe an diesem verhängnisvollen Tag , die über 60 Menschan das Leben kostete, bedeutete den größten Schiffsverlust in der maritimen Geschichte Südafrikas. Heute ist das Nordende der Bucht ein wahrer Schiffsfriedhof. Allerdings ist es unmöglich, die einzelnen Schiffe zu unterscheiden, denn ihre Trümmer sind kreuz und quer über den Grund verstreut.

Eine dramatische Geschichte erzählt zum Beispiel der Untergang der Doddington. Am 17. Juli 1755 sank dieser 499-Tonnen-Frachter in einem Sturm an der Südostecke von Bird Island, etwa 60 Kilometer vom heutigen Hafen entfernt. Nur 23 Seeleute der 270 Mann starken Besatzung überlebten, und die mussten sieben Monate auf dem unbewohnten Eiland ausharren. In dieser Zeit ernährten sie sich von Vogelfleisch, Eiern und Büschen - solange, bis sie aus dem Holz des Wracks ein neun Meter langes Floß fertiggestellt hatten. Am 17. Februar 1756 setzten die ausgemergelten Gestalten Richtung Delagoa Bay die Segel, wo sie am 20. April des gleichen Jahres ankamen. Ganz so dramatisch ist ein Tauchgang an diesem Wrack sicher nicht. Aber dennoch spannend genug, auch wenn die Maximaltiefe nur sechs Meter beträgt. Da sind zum einen die starken, vom Agulhas-Strom abhängigen Strömungen, die allerdings oft für klares Wasser sorgen. Und zum anderen sorgt das Wissen um die Anwesenheit von Weißen Haien für Aufregung, die hier Jagd auf die Seelöwen-Bevölkerung von Bird Island machen. Aber ein bisschen Adrenalin ist der PE-Taucher ja gewöhnt?
Schnorcheln
Hausriff direkt am Ende des langgezogenen Stegs an der Pro Dive-Basis. Nicht aufregend, aber viel Bewuchs.
Unterkunft
Vom Luxushotel über preiswerte Gasthäuser bis zum Backpacker-Hostel und zum Campingplatz - die Großstadt Port Elizabeth hat alles. In der Nähe des Hobie Beach und somit zum Pro Dive-Tauchcenter gelegen, ist beispielsweise das Hotel Holiday Inn Garden Court.
Verpflegung
scharfe, extrem reichliche und preiswerte malaiische Curries im Cape Malay Kitchen, Corner 2nd Avenue & Newton Street, Newton Park, Port Elizabeth, Tel. (00 27-41) 3 63 58 83 (kein Alkohol!)
Preise
Tauchen: 1 Bootstauchgang mit eigener Ausrüstung ab 80 Rand/ neun Euro, mit voller Leihausrüstung plus 180 Rand/ 20 Euro; Package 10 Tauchgänge: 60 Rand/ sieben Euro pro Tauchgang
Anreise
Port Elizabeth verfügt über einen eigenen Flughafen, der die Stadt mit den anderen südafrikanischen Großstädten verbindet. Von Frankfurt aus erfolgt die Anreise beispielsweise mit South African Airways mit Umsteigen in Johannesburg. Auf dem Boden ist die Stadt per Überlandbus und Zug problemlos erreichbar. Zudem liegt sie an der parallel zur Küste verlaufenden N2, die Kapstadt mit Durban verbindet.
Klima
subtropisch bis gemäßigt
Kleidung
im südafrikanischen Sommer (europäischer Winter) Kleidung für heißes Klima. Im Winter mindestens Pu
Beste Reisezeit
Oktober bis März
Tauchgepäck
Leihequipment bekommt man vor Ort. INT-Adapter mitnehmen. Anzug mindestens sieben Millimeter, am besten halbtrocken. Computer nitnehmen, es gibt nur selten Leihcomputer vor Ort.
Nächste Druckkammer
Druckkammer vor Ort
Medizinische Versorgung
Ärzte, Krankenhäuser, Kliniken - alles vor Ort.
Geld
jede Menge Institute vor Ort; Geld gibt's mit Kreditkarte am Automaten und in der Bank, EC-Karte funktioniert nicht.
 
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