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| 謑katastrophe im Golf von Mexiko, 28º7º2010 9:04 |
Die ungew鰄nliche Reise der Schildkr鰐en
Zu einer ungew鰄nlichen Ma遪ahme haben sich Beh鰎den in den USA entschlossen. Um frisch geschl黳fte Schildkr鰐enbabys am Golf von Mexiko vor dem sicheren 謑tod zu bewahren, werden die Gelege kurz vor der Schlupf geborgen und verschickt.
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Ein 鰈freier Start ins Leben – das ist das Ziel einer au遝rgew鰄nlichen Aktion am Golf von Mexiko. 700 bis 800 Schildkr鰐en-Gelege sollen von den Golfk黶ten Alabamas und Floridas an den Atlantik gebracht werden. Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com
Es ist Schlupfzeit im Golf von Mexiko. Tausende Schildkr鰐enbabys stehen kurz davor, ihre Eischalen aufzubrechen, sich durch den Sand nach oben zu k鋗pfen und das Wettrennen zum Wasser anzutreten. Die Gefahren sind mannigfaltig: Stra遝nbeleuchtungen f黨ren die Kleinen in die falsche Richtung. Seev鰃el sto遝n herunter, um sich einen der leicht zu erbeutenden Leckerbissen zu schnappen. Und wer es bis zum Meer schafft, den erwarten Haie, Fischernetze und andere Gefahren. Doch dieses Jahr ist eine neue hinzugekommen, eine Unausweichliche: der giftige und lebensgef鋒rliche 謑teppich der Deepwater Horizon Katastrophe. Beh鰎den und Wissenschaftler haben sich deshalb zu einer ungew鰄nlichen Aktion entschlossen: in Alabama und auf der Florida-Halbinsel werden die Gelege geborgen und die Kleinen an die Atlantikk黶te Floridas umgesiedelt.
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700 Freiwillige durchk鋗men die 47 Kilometer Strand von Alabama. Sie suchen nach den typischen Schleifspuren, die ein Schildkr鰐enweibchen nach der Eiablage im nassen Sand hinterl鋝st. Ist das Gelege ausgemacht, wird es bewacht. Urspr黱glich, um es vor der versehentlichen Zerst鰎ung bei den Strands鋟berungen zu besch黷zen. Doch inzwischen, um den richtige Zeitpunkt zum Bergen der Eier abzuwarten. Der ist nach etwa 50 Tagen erreicht: dann steht der Schildkr鰐ennachwuchs kurz vor der Schlupf.
Das Ausgraben der Gelege ist eine delikate Angelegenheit, denn Schildkr鰐eneier sind von einer empfindlichen, pergamentartigen Haut umgeben. Gegraben wird mit den Handkanten, spitze Gegenst鋘de und Fingern鋑el sind tabu. Sind die Eier freigelegt, werden sie vorsichtig mit einem Fettstift markiert – sie d黵fen nicht verdreht werden, denn die kleinen Schildkr鰐en atmen 黚er die oben liegende Luftblase und w黵den ertrinken, wenn man die Eier auf den Kopf stellt. Dann kommen sie in einen Styroporbeh鋖ter, der die Eier vor Ausk黨lung und 躡erhitzung bewahrt.
Per Fedex zum Atlantik
Es ist kein leichter Abschied f黵 die Helfer, die das Gelege w鋒rend der Reinigungsarbeiten am Strand vor Zerst鰎ung bewahrt haben. Doch es gibt keine Alternative. Nicht dieses Jahr. Denn das 謑 folgt der gleichen Str鰉ung, in die auch die Schl黳flinge geraten w黵den. Also wird die Golfschleife umgangen und die Kleinen direkt zum Atlantik gebracht, wo sie ohnehin ankommen w黵den. Per Fedex (eine freundliche Spende des Transportunternehmens) werden die Eier 540 Meilen (etwa 870 Kilometer) weit zum Kennedy Space Center auf Cape Canaveral transportiert, wo in einem temperierten Geb鋟de ihre Schlupf stattfindet. Dann werden sie an einen 鰈freien Strand gebracht, wo sie sich in ein 鰈freies Meer st黵zen k鰊nen.
700 bis 800 Gelege sollen auf diese Art und Weise gerettet werden – eine einzigartige Aktion, mit der man den Umst鋘den gerecht werden will und die zu wiederholen nicht vorgesehen ist. 躡erwiegend handelt es sich um Unechte Karrettschildkr鰐en, aber auch vereinzelt Suppenschildkr鰐en und Atlantische Bastardschildkr鰐en.
Ob die 躡erlebenden dieser Umbettungsaktion 20 Jahre sp鋞er den Weg zur Golfk黶te finden, oder ob sie die Atlantikstr鋘de ihr zu Hause nennen werden – das kann nur die Zukunft zeigen.

 
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